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Ulmer Wappen

Ulm - Neutorstraße

 
 

Das Neutor im Jahre 1830

1830

Ulm - Neutorstraße(5)

Das Neutor um 1830

Bereits in der ersten Hälfte des Jahrhunderts wurde ein Großteil der mittelalterlichen Stadttore abgebrochen. Den Anfang bildete im Zuge des Neubaus der Donaubrücke 1827 das Herdbruckertor. Es folgten der Abriss von Gögglinger (Glöcklertor) und Frauentor 1837 und des Einlassturms auf der Stadtmauer 1843. Schließlich wurde trotz erheblicher Proteste auch das Neutor 1860 beseitigt.

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1860

Ulm - Neutorstraße - Neutor(6)

Das Neutor an der Wengengasse um 1860

 Wengengasse mit Neutor, um 1860.
Die Befestigung der Stadterweiterung von Anfang 14. Jahrh. erhielt als letztes das Neutor, nach A. Rieber erstmals 1356 genannt. Nach Fabri war es mit Bildern des Leidens des Herrn geschmückt, d. h. wohl bemalt, wie noch andere verputzte Festungsbauten des Mittelalters in Ulm. Der Turm wurde 1535 erniedrigt und erhielt nun das Achteckgeschoß mit welscher Haube. 1860 wurde das Tor abgebrochen. - In der linken Zeile der Wengengasse zunächst dem Tor, vorspringend, Nr. 37, Gasthaus und Brauerei zum Hecht (später um 1880/90 großer Neu-
bau vor dem Tor). Zweites Haus von links war der Pfleghof des Klosters Wiblingen, der zuerst im heutigen Herrenkeller, Herrenkellergasse Nr. 4, war, und 1636 durch Tausch mit der Stadt hierher kam. 1756 Umbau. Hier am 16.10.1805 Verhandlungen zwischen Österreichern und Franzosen wegen Übergabe Ulms und Waffenstreckung der österreichischen Armee. Im 19. Jahrh. bis zum Bau der Sedelhofschule 1885 katholisches Schulhaus. - Rechte Zeile: von rechts Nr. 16, Teil der Oberen Mang, die Ecke Wengen- und Walfischgasse lag  Nr. 18, ein Bäckerhaus mit Giebel auf unregelmäßigen Kragsteinen, wohl 16. Jahrh., Nr. 22, zwischen 1808 und 1860 im Garten des
Eckhauses an der Sterngasse erbaut.

Foto: Ulmer Bilderchronik - Dr. Karl Höhn

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Protestschreiben gegen den Abriss des Neutor

Schreiben des Vereins für Kunst und Altertum zur Erhaltung des Neutors im Jahre 1860



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