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Ulmer Wappen

Ulm - Hirschstraße

Hier habe ich Bilder der Hischstraße ab 1860 bis Heute eingestellt.

Namensgebung Hirschstraße:

1580 mit "Mailant ein" bezeichnet; 1812 "Hirschgasse", 1869 "Hirsch-Straße", nach dem dort befindlichen Hotel zum "Goldenen Hirsch".

Ulm - Hirschstraße 18601860

Ulm - Hirschstraße(6)

Die Hirschstraße im Jahre 1860 mit unvollendetem Münster. 1885 wurde mit dem Weiterbau am Hauptturm begonnen und am 31.5.1890 vollendet. Das vollendete Münster wurde am 29.6.1890 mit einem Festakt eingeweiht.

Vorn links zweigt die Wengengasse ab, "zur Eisenbahn", übers Neutor (Bahnhofstraßendurchbruch erst 1866). Hier am Eck Hirschstr. 30, Gasthof zum goldenen Löwen, nach Wirt Blank "zum Blanken" geheißen. 1850 aus einem malerischen Fachwerkhaus so umgebaut. Links weiter Hirschstr. Nr. 28-24 und 12-4. - Nr. 26 (drittes von links), ehemals Schadsches Patrizierhaus um 1600, noch ohne Ladeneinbau, mit typischem Ulmer Renaissancetor, das seitliche Rundlichter hat. Oben Hälfte von Nr. 12 (Strauß) und Doppelgiebel Nr. 10-8, Laumayer, Ende 16. Jahrh., noch mit zwei Erkern. Dann zwischen 6 und 4 Pfauengasse. Vorn rechts das Plätzchen, um 1950 mit Gaissmaierhaus überbaut. Daran rechts (Teil) Hirschstr. 23, links Nr. 21, nach Brand 1785 vom Hochladenbecken Dauner anstelle von zwei kleineren Häusern so aufgebaut. Ab Mitte
19. Jahrh. Hirschapotheke. Dahinter mit Wellenrandgiebel
(Ende 16. Jahrh.) Nr. 19 (Junger Hasen), dann in größerem Abstand Nr. 13.  Die Apotheke Nr. 21 zeigt noch das biedermeierliche Firmenschild: schwarz mit goldenen Buch-
staben. Ein neugotischer Pumpbrunnen mit durchbrochener
Gußeisensäule steht davor, von vier Abweisersteinen geschützt (Brunnensäule bis rund 1958 im Alten Friedhof). In Nr. 23 war eine Schmiede, bei der die Wagen vorgefahren sind. Rechts über dem Dach von Nr. 21 Turmspitze der Barfüßerkirche auf dem Münsterplatz.

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25 Jahre Schlacht bei Sedan

2.9.1895

Ulm - Hirschstraße "

"25 Jahre Schlacht bei Sedan"


 Blick vom Münster nach Südwesten.

Aufstellung für den Festzug zur fünfundzwanzigjährigen Sedanfeier 2. 9. 1895. Münsterplatzrand, von links: Nr. 46, Einfahrt zum Neuen Bau, Nr. 49 (Neubau 1884, ursprünglich auf gleicher Flucht mit Nr. 50), zurückstehend Nr. 50, nach Süden mit Krüppelwalm, stattliches Guckehürle, dahinter der 1585-93 erstellte Neue Bau. Nach dem Lautenberg der alte Gasthof " zur goldenen Gans", Hirschstraße Nr, 1 um 1900 durch das Merathsche Haus ersetzt, das neben dem Domhotel auch eines der ersten Ulmer Kinos, "Ga{n)skine" genannt, enthielt (nach dem Neubau Hettlage, heute Hallhuber). Hirschstraße einwärts nach der Gans der schwer vorkragende mittelalterliche Bau Hirschstr. 3, später Café Roschmann. Dieses war damals noch im übernächsten Haus nach dem Eichelesgäßle, Hirschstr. 7. Diesem folgt der Rote Ochsen, Nr. 9 und 11 und querstehend das heutige Haus Mohr. Links neben Nr. 7 ragt Eichelesgasse 4 auf, dessen Rückgebäude eine riesenhafte Aufzugsgaube zeigt. Beide waren zuletzt Rotochsenbrauerei. Seit 1912 steht an ihrer Stelle und der von Hirschstraße 7, 9 und
11 der große Müller & Co.Bau (nach 1945 Umbau dann  Hertiel und heute Wöhrl-Placa). Der Münsterplatzrand geht weiter mit dem Eckhaus Hirschstr. 2 (mit klassi-
zistischem "Fronton" und Gauben) und Münsterplatz 2, 3, alle um 1900 durch hohe Neubauten ersetzt.

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Münsterplatz mit Hirschstraße 1930

1930

Ulm - Hirschstraße Nr. 1

Hirschstraße Nr. 1 Ecke Lauterberg: Hier steht bereits der Merathbau (Hirschstraße Nr. 1 - Anfang der 1950ger Jahre Modehaus Hettlage, heute Modehaus Hallhuber) sowie weiter unten Hirschstraße Nr. 9 das Kaufhaus Müller, (heute Wöhrl-Placa).

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Anmerkung zu Hirschstraße 9, heute Wöhrl-Placa

3.10.1912

Der Neubau des Kaufhaus Müller und Co in der Hirschstraße ist für den allgemeinen Besuch geöffnet.

Licht- uns Radiohaus Falschebner und Kino "Kammerlichtspiele"
1938

Ulm - Hirschstraße


Hirschstraße: Licht- und Radiohaus Falschebner, bereits 1938 mit Durchgang zum Kino "Kammerlichtspiele". Das Kino wurde in nur acht Monate Bauzeit 1938 eröffnet, und galt als modernstes Kino in der Region. Bei dem Bombenangriff am 17.12.1944 wurde die ganze Hirschstraße, auch das Kino, in Schutt und Asche gelegt. 1948 war der Neubau an gleicher Stelle fertig gestellt und konnte das Kino wieder eröffnet werden. Das Aus für das Kino kam Ende August 2007, heute ist eine Disco in den selben Räumen.

Zur Entstehung des Durchgangs
22.8.1913


Malermeister Wirth hat sein Anwesen "zum Storch" in der Hirschstraße gründlich umgebaut. Es wurde ein öffentlicher Durchgang von der Walfischgasse zur Hirschstraße hergestellt, dieser vermittelt auch den Zugang zu dem neugeschaffenen Kino "Ulmer Kammerlichtspiele" und dem Kaffee, sowie zu den Fabrikanlagen im Rückgebäude.(30)

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Werbung für ein Lustspiel

21.4.1933

 

Ulm - Kammerlichtspiele

 

Zeitungs - Werbung für ein Lustspiel des Kammerlichtspielhauses


Hirschstraße mit Falschebner und Laumayer 1937

1938

Ulm - Hirschstraße

Hirschstraße mit Licht- und Radiohaus
Falschebner mit Durchgang zum Kino und rechts davon
Haushaltswaren Laumayer.

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Ulm Hirschstraße Hotel Blanken 1939

1939

Ulm - Hirschstraße

Hirschstraße von der Bahnhofstraße aus gesehen. Links: Hotel Blanken (im Neubau der 1950ger Jahre zuerst Kaufhalle, heute "Modehaus Oliver"). Rechts: Hirschapotheke und Gaissmaier (heute alles Hirschapotheke).

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Ulm - Hirschstraße im Sommer 1945
Sommer 1945

 

Ulm - Hirschstraße Nr. 1


Blick vom Münster auf die Hirschstraße in Richtung Bahnhof, Sommer 1945: Vorne links mit freistehendem Giebel Neuer Bau, gegenüber am Lautenberg Haus Merath, Hirschstraße Nr. 1, in der Bildmitte das frühere Kaufhaus Müller, späteres Kaufhaus Hertie (heute Wöhrl), danach Abzweigung Glöcklerstraße – Bahnhofstraße. In der Bahnhofstraße auf der linken Seite das Deutschhaus (heute Kaufhof bzw. Parkhaus). Die meisten Gebäude sind Opfer des Luftangriffs am 17.12.1944 geworden.
(Stadtarchiv Ulm, G 7/3.1 4500 Nr. 120).

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Erste Versuche der Stadt Ulm auf Straßen und Plätzen Herr zu werden konnen Sie hier sehen.

 


Hirschstraße 1954 noch mit Straßenverkehr
1954
 
Ulm - Hirschstraße 
 
 
Hirschstraße Richtung Münster: Straßenbahn und Obus samt Autoverkehr fahren noch durch die Hirschstraße. Links letztes Haus vor dem Münsterplatz: Elektro- und Radiohaus Falschebner, davor, schon damals, Modehaus Wöhrl. Rechts: Filmpalast Gloria, davor Lebensmittelladen Gaissmaier, der erste Selbstbedienungsladen in Ulm.
 
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1874 ließ Karl Gaissmaier in Ulm sein Geschäft im Handelsregister eintragen. Er machte Großhandelsgeschäfte als Importeur von Südfrüchten, insbesondere von Rosinen. 1904/05 begann die Filialisierung durch weitere Geschäftsgründungen in Göppingen, Stuttgart und Ulm. Als weiterer Schwerpunkt kam ab 1904 der Weinhandel hinzu. 1922 wurde die Firma in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Nach Kriegszerstörungen der Zentrale in Ulm und der Niederlassung in Stuttgart sowie weiterer 40 Filialen begann 1945 der Wiederaufbau. Anfang der 1950er Jahre führte das Unternehmen das Selbstbedienungsprinzip ein. 1974 erfolgte die Kooperation mit dem Lebensmittelfilialbetrieb Max Klett KG, Böblingen, und 1977 die Übernahme der Verbrauchermärkte von Max Fleischle. 1979 wurden die ersten big-Discount-Filialen eröffnet. 1984 beteiligte sich die Nanz-Gruppe an der Firma und übernahm 1985 das gesamte Unternehmen. Karl Gaissmaier und die Lebensmittel-Einzelhandelgruppe Nanz hatten 1984 die Einkaufsgesellschaft Handelsunion Nanz + Gaissmaier oHG mit Sitz in Stuttgart gegründet. 1985 verkaufte Gaissmaier alle Anteile an Nanz. Die Filialien in Ulm übernahm Nanz. Der Name "Karl Gaissmaier verschwand in Ulm. Die Firma Gaissmaier GmbH & Co. KG wurde im Handelsregister gelöscht.


Wir arbeiten immer.. noch am Aufbau...

Ulm Hirschstraße Nr. 1, das Haus Merath.

16.5.1955

Ulm - Hirschstraße

1955: Blick vom Hauptturm des Ulmer Münsters zum westlichen Münsterplatz. Die Baulücken sind Folgen der besonders am 17. Dezember 1944 erfolgten Zerstörung der Altstadt. Bild Mitte das Haus Merath, Hirschstraße Nr. 1, mit Notdach, im hinteren Hausteil war die "Schnellgaststätte".

Abrissarbeiten in der Hirschstraße/Pfauengasse Sommer 2013

Rechts im Bild oben: Die Pfauengasse. Das Eckhaus Pfauengasse/Hirschstraße sowie das nachfolgende Haus in der Pfauengasse wurde im Sommer 2013 abgerissen, um einen Neubau platz zu machen.

 

Foto: Unterberg, Rolf 16.5.1955

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Hirschstraße mit Blick auf das Münster, 1956
1956
 
Ulm - Hirschstraße
 
 Fast alle Ruinen sind verschwunden. Nur noch wenige Lücken sind in der Hirschstraße zu sehen. Der direkte Blick, von Höhe Glöcklerstraße, auf das Münster ist noch möglich.

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Ulm - Hirschstraße 1960

1960

Ulm - Hirschstraße

 

Fast gleicher Standort wie Bild 1956.       
Alle Lücken sind in der Hirschstraße, teils behelfsmäßig,  geschlossen. Durch
den Bau des Hettlage-Kaufhaus ist nun der Blick auf das
Münster nicht mehr möglich.

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Hirschstraße 2010
2010 
 
Ulm - Hirschstraße
 
 
Blick Richtung Münster.
Gleicher Standort wie 1956 + 1960. Heute ist die Hirschstraße eine Einkaufsmeile für Mode und alles was dazu gehört. Moderne Bauten aus Beton und Glas beherrschen das Straßenbild.

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Hirschstraße 2010

2010

Ulm - Hirschstraße

Die Hirschstraße heute, aufgenommen in Höhe Hausnummer 3. Die Prachtstraße in Ulm: Fußgängerzone, Bäume, Ruhemöglichketen sowie im Sommer Straßencafe und weiter unten, Kreuzung Glöcklerstraße, ein großer Springbrunnen mit Spielmöglichkeiten für Kinder. Verglichen mit den vorangegangenen Bilder ist dies sicher eine starke Leistung der Ulmer Bevölkerung.

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Hirschstraße Nr. 1 Merathbau Frühjahr 1946

Frühjahr 1946

Ulm - Hirschstraße Nr. 1,


der Merathbau wurde sofort nach Kriegsende wieder benutzbar gemacht. Ein Dach wurde eingezogen, und der Juwelier Merath eröffnete wieder sein Geschäft. Im ersten Stock zog die " Ulmer Schnellgaststätte" ein, bis zum Abriss Mitte 1950. Dann wurde das Hettlage-Bekleidungshaus an gleicher Stelle erbaut. Im Erdgeschoß hatte wieder der Juwelier Merath seine Ausstellungsräume. Rechts dahinter ist der Müllerbau bereits mit einem Baugerüst versehen. Ganz links die Ruine des Neuen Bau.

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Erste Versuche der Stadt Ulm auf Straßen und Plätzen Herr zu werden konnen Sie hier sehen.

 


Hirschstraße 1 Merathbau Heute

2010

Ulm - Hirschstraße Nr. 1


Die heutige Adresse Hirschstraße Nr. 1. Das Bekleidungshaus Hettlage ist in das Blautalcenter gezogen (bereits wieder geschlossen), hier hat sich das Modehaus Hallhuber niedergelassen. Der Juwelier Merath hat seinen Laden geschlossen, in diese Räume ist jetzt der Modespezialist H+M eingezogen.

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Hirschstrasse 9 - Müllerbau 1945

1945

Ulm - Hirschstraße Nr. 9

Das Kaufhaus Müller war
weitgehend erhalten geblieben. Die Reparaturarbeiten waren schnell erledigt. Das Konzept dieses Kaufhauses war ähnlich
des heutigen Blautalcenters. Auf mehreren Stockwerken
kleine Läden, die bereits Ende 1940 wieder eröffneten,
bis in den 50ger Jahren, nach einem radikalem Umbau
das Kaufhaus Hertie einzog. Hier war es möglich, neben dem bereits bestehendem Kaufhaus Merkur in der Bahnhofstr.
alles ein zukaufen. Vom Nagel über Möbel und Gardinen sowie Lebensmittel und Elektrohaushaltsgeräte war alles unter einem Dach zuhaben. 
 

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Erste Versuche der Stadt Ulm auf Straßen und Plätzen Herr zu werden konnen Sie hier sehen.

 


Müllerbau, heute Wöhrl-Plaza in der Hirschstraße Nr.9 2010
2010
 
Ulm - Hirschstraße Nr. 9
 
 
Dem Kaufhaus Müller hat  Krieg und zweimaliger radikaler Umbau nicht viel anhaben können. Die Fassade ist weitgehend intakt geblieben. Wenn Sie die Bilder vergleichen, so sind die Strukturen erhalten geblieben. Nur das Innere hat sich gewandelt. Heute benötigt man zum Shoppen (Einkaufen) Rolltreppen, Cafe, Kinderecke usw.


Das Kaufhaus Hertie hat in den 1990ger Jahren in Ulm aufgegeben. Einzug hielt das Wöhrl-Plaza, dessen Geschäftsstruktur dem ehemaligem Kaufhaus Müller gleicht: Mehrere Markenartikelanbieter in einem offenen Haus. Bekleidung sowie Kosmetik sämtlicher großen Marken kann man in diesem Haus erstehen.

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