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Ulmer Wappen

Ulm - Bahnhofstraße
 
mit Bildern ab 1855


Ulm - Bahnhofplatz 1855

1855

Ulm - Bahnhofstraße

Der erste Bahnhof und rechts das Postamt im Jahre 1855 in Ulm.  Noch war die Stadtmauer hier geschlossen und der Bahnhof nur über das Neutor oder Glöcklertor zu erreichen. 1860 erste Pläne für Durchbruch zum Bahnhof, zunächst noch in Verlängerung der vorhandenen Sedelhof- und Keltergasse. Unter Abbruch der Loderer Walk wurde dann die heutige
Bahnhofstraße angelegt und 1866 die Mauer durchbrochen.

Bild von: von F. W. Mayer (Todesdatum unbekannt) [Public domain], via Wikimedia Commons

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Zur Geschichte des Ulmer Bahnhof ab 1835 bis in die Gegenwart


Ulmer Bahnhof um 1900

um 1900


Ulmer Bahnhof

mit Vorplatz um 1900


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Ulmer Bahnhofplatz nach 1904

nach 1904

Ulm Bahnhofplatz nach Südosten


An der Nordwestecke der alten Stadt, an der Promenade, wurde 1849/50 der Ulmer Bahnhof gebaut, symmetrisch gruppiert aus Verwaltungsgebäude, Einsteighallen u. a. . Das von Hochbauinspektor Heimerdinger erbaute Empfangsgebäude wurde alsbald an den Schmalseiten des Bahnhofplatzes von nahezu symmetrischen Bauten flankiert: dem 1855 bezogenen Postgebäude und dem ebenfalls von Heimerdinger 1854 erbauten Hotel des Oberbleichers Heinrich, zunächst "Hótel Russie",
später Russischer Hof genannt. Anstelle der kleinen Seyboldschen Wirtschaft an der östlichen Platzseite trat ab 1866 etappenweise der Bau im Bild links, das Bahnhofhotel. Noch war die Stadtmauer hier geschlossen und der Bahnhof nur über das Neutor oder Glöcklertor zu erreichen. 1860 erste Pläne für Durchbruch zum Bahnhof, zunächst noch in Verlängerung der vorhandenen Sedelhof- und Keltergasse. Unter Abbruch der Loderer Walk (Wasserwerk) wurde dann die heutige Bahnhofstraße angelegt und 1866 die Mauer durchbrochen. Der Russische Hof zeigt sich hier in ursprünglicher Form mit 1904 hinzugekommenen Zinkblechgauben und Jugendstillichtreklame am Eck. Auf dem Bahnhofplatz der 1898 von Schwenk gestiftete Monumentalbrunnen. Seine hier schon wieder entfernten Atlantenfiguren standen später bis um 1944 vor König-Wilhelm-Straße 5. Kiosk vor dem Russischen Hof Gußeisen, 1900. In der Gabelung von Bahnhofstraße und Promenade (Mitte) das Münsterhotel, um 1900 von Architekt Kienzle. Anschließend in der Bahnhofstraße Nr. 9, um 1870, anstelle der Stadtmauer. Darüber mit Barockgiebel Bahnhofstraße 7, Kaplaneigebäude des Deutschhauses, 1698. Dahinter Dach vom Westpavillon des Deutschhauses. (6)


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Zur Geschichte des Ulmer Bahnhof ab 1835 bis in die Gegenwart


Das Deutschhaus in der Bahnhofstraße 1871 

1871

Bahnhofstraße - Deutschhaus(6)

Bildmitte: Backsteinbrücke "Der Deutsche Herren Steg" in Verlängerung der Karpfen- und Mühlengasse. Dahinter Funkenmühle, bis 1632 Deutschordensbesitz (nach 1945 wurde dort das Capitol-Kino bebaut). Rechts von ihr Giebelhaus C 162, das im Erdgeschoß eine Durchfahrt der Mühlengasse hatte. Diese ging hinter der Baurenmühle, später wird hierder Sallbau entstehen, (vorn rechts; Reichslehen, soll auch Königsmühle geheißen haben) zur Bahnhofstraße. Hinter der Funkenmühle Teil der Schwestermühle mit Krüppelwalm, Sedelhofgasse 15. Die Bahnhofstraße wurde ab 1864 angelegt, 1866 der Stadtmauerdurchbruch zum Bahnhof. Sie wurde 1884 auf einer Eisenkonstruktion über die Blau verbreitert, 1894 die Blau überwölbt und 1894/96 anstelle der Baurenmühle und von C 169. der Saalbau erstellt. In Bildmitte an der Bahnhofstraße die Neubauten, von rechts: 16 (1869), 18 (1868) und 20 (1870/71), das Geburtshaus Albert Einsteins. Der Baum verdeckt Nr. 14 (1868, nach Osten mit Turmanbau). Links Deutschhaus (heute Kaufgaleria)

 

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Straßenbahn-Unfall am 20.4.1933

1933

Ein Bild-Zeitzeuge: Am 20.4.1933 ereignete sich dieser Straßenbahnunfall an der Ecke Bahnhofstraße - Glöcklerstraße. Der Triebwagen Nr. 11 kippte aus nicht ermittelbarer Ursache auf die Seite. Der Unfallort wäre heute direkt vor dem Schuhhaus Deichmann in der Bahnhofstraße. Siehe anschließenden Pressebericht.

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Pressebericht zum Unfall
Ulmer Tagblatt Ausgabe vom 21.4.1933



Wie schon in einem Teil unserer gestrigen Auflage
kurz berichtet wurde, entgleiste gestern früh 1/211 Uhr
bei der Hirschapotheke ein Wagen der Linie 1, die nach
Söflingen fährt. Der Wagen kam die Hirschstraße herunter,
sprang bei der Hirschapotheke aus der Weiche und fuhr in
voller Fahrt hart an der Verkehrsinsel vorbei auf den
Randstein am Konfektionsgeschäft Hörlein (Inh. Wilhelm
Stückle)(heute Schuhhaus Deichmann). Der Wagen riß die
Absperrkette und die Parkverbotstafel nieder, kippte um und     
schlug ein Schaufenster der Firma Stückle ein. Der Elektrobügel
stemmte sich gegen die Hauswand, sodas der Wagen sich
nicht ganz umlegen konnte. Nach einigen Minuten kippte
er von selbst wieder in die normale Lage zurück. Ein junger
Mann, der mit seinem Fahrrad auf der Straße stand, konnte
im letzten Augenblick noch zur Seite springen. Sein Fahrrad
wurde von dem Wagen erdrückt. Von den 6 Insassen des Wagens
wurde glücklicherweise niemand verletzt. Der Wagen wurde
von dem Unfall stark mitgenommen: Scheiben wurden
eingeschlagen, die Dächer der Transformatoren weggerissen,
die Karosserie geprellt, das Fahrgestell verbogen und z.T.
zerdrückt.An der Unglücksstätte, wo Glasscherben,
Ketten und Eisenstücke umherlagen, sammelte sich eine
große Menge Neugierige an. Schutz- und Hilfspolizei sorgten
für Aufrechterhaltung der Ordnung.

 



Bahnhofstraße mit Deutschhaus 1943

 

1943

Ulm - Bahnhofstraße(6)

Blick auf das Deutschhaus und den Saalbau
Das Deutschhaus in der Bahnhofstraße, nach Westen.
Das Ulmer Deutschordenshaus, im Volksmund "Deutschhaus", wurde 1226 noch außerhalb der Mauern der Stadt gegründet. Unter dem Komtur Ludwig Reichlin von Meldegg wurde 1719/24 nach Plänen des Ordensbaumeisters Franz Keller am alten Platz ein neues Ordenshaus erstellt. Es war der einzige große Barock-Außenbau Ulms. Die Hauptschauseite an der späteren Bahnhofstraße lag ursprünglich an einer schmalen Gasse. Ganz nahe floß offen die Kleine Blau. Bis 1785 stand vor dem linken
Zwischentrakt dieser Hauptfront die "Spreuermühle", und vor dem westlichen Eckrisalit bis rund 1864 ein weiteres Wasserwerk, die "Loderer Walk". Tür im Mittelrisalit erst seit Schaffung der Bahnhofstraße. Der Bau diente nach Säkularisation 1805 verschiedenen Zwecken, ab 1850 großenteils, 1898 bis 1919 vollständig als Kaserne, dann bis 1935 (Neubau Bismarckring) als Finanzamt. 1944 ausgebrannt. Völlig erhaltene Außenmauern Januar 1950 abgebrochen. Hier zuerst das Kaufhaus Merkur, jetzt Kaufgaleria, und westlich anschließende Häuser. Einziger geretteter Fensterkorb nun an Haus Judenhof Nr. 11 (im Hof). Vorn rechts der 1894/96 von Prof. Walter, Stuttgart, erbaute Saalbau. Links Ecke Deutschhausgasse städtischer Neubau um 1910, in den 1950ger Jahren Schnellgaststätte Schuler, heute Modeladen.

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1946 Bahnhofstraße, rechts das Deutschhaus, links der Saalbau

1946

Die Ulmer Bahnhofstraße 1946.

 Links die Ruine des Deutschhaus, rechts der zerstörte Saalbau. Auf der Straße zum Bahnhof werden gerade die Trümmer des Luftangriffs vom 17.12.1944 geräumt. An der Stelle des Deutschhaus entstand Anfang 1950 das Kaufhaus Merkur, heute Kaufgalerie, der Saalbau wurde provisorisch hergerichtet, ( Behelfsdach eingezogen, die Wasserversorgung instandgesetzt usw.) und als Gasthaus wieder eröffnet.

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Der Bahnhofplatz am 26.10.1946

Am 23.10.1946

Ulm - Bahnhofplatz (69)

 

Anstelle der zu Beginn des Jahres 1945 endgültig von Bomben zerstörten Ruine des Bahnhofempfangsgebäudes ist ganz links unter Verwendung gemahlener  Backsteine des "Russischen Hof" eine gemauerte Bahnhofsbaracke entstanden.
Ganz rechts bildet die Ruine des Hotel "Russischer Hof" 
 (erbaut 1854, erhöht und mit neuer Fassade versehen 1910/11) noch die Südwand des rechtseckig gefassten Bahnhofvorplatz (Lage wäre etwa heute wo die Bahnhofstraße einmündet). Auf dem freien alten Bahnhofplatz war gleich nach Kriegsende die hölzerne Baracke für die Christliche Bahnhofsmission entstanden. Allein in weiter Schuttwüste gelegen betreute man hier z. B. von Mai 1945 bis August 1946 täglich zw. 2 - 3000
Durchreisende. Die US-Besatzer hatten im August 1946 ein Schild anbringen lasse "No loitering about - Kein Herumlungern" . Den Hintergrund bildet links das völlig zerstörte Vordergebäude der Hauptpost. Bild Mitte rechts: Die Ruine des 1905 von Richard Dollinger im Neurenaissanceformen erbauten "Haus Fischer", abgebrochen 1951. Heute seht hier die Hauptpost.

 

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Bahnhofvorplatz 1950

1950

Bahnhofstraße - Bahnhofplatz

Bahnhofplatz Nr. 1 der Behelfsbahnhof und Bundesbahnhotel im Bau. Vorn im Bild ein Vorkriegsfahrzeug der Bundespost.

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Hier können Sie das

Sitzungsprotokoll des Bauausschusses des Gemeinderats vom 14. August 1947 zur Neugestaltung des Bahnhofgelände nachlesen NACHLESEN


Bahnhofgaststätte 1950

1950

Bahnhofstraße -Bahnhofplatz

 

Bahnhofplatz mit Bahnhofhotel-Gaststätte. Hier entsteht Mitte der 1960ger Jahre der Großbau McDonald und Co.

Ab Februar 2013 fallen diese größtenteils wieder der Spitzhacke für das Großprojekt Sedelhof-Einkaufszentrum zum Opfer.

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Bahnhofstrasse im Jahre 1953

1953

Anfang 1950:
Obere Bahnhofstraße Ecke Friedrich-Ebertstraße:

Rechts Gaststätte "Expresso" und verschiedene kleine Läden. (bis 2010 Vadafone-Niederlassung und Buchladen). Links: Baracke, heute McDonald und Volksbank. Zu dieser Zeit verkehrte noch der umweltfreundliche OBUS (siehe Oberleitungen) durch die Innenstadt. Die hinteren Häuser haben den Krieg überlebt, jetzt (2013) fallen sie gerade der Abrißbirne zum Opfer für das neue Sedelhof-Einkaufszentum.

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Bahnhofstrasse 2010

2010

Ulm - Bahnhofstraße

Vergleichen Sie mit Bild "Anfang 1950". Die Baracken sind verschwunden. Auch hier beherrscht Beton und Glas das Bild. Wo das "Expresso" stand ist heute der Vodafone-Schwäbische Zeitung-Bau, links davon McDonald und die Volksbank. Durch die Bahnhofstraße fährt heute kein Nahverkehr mehr.
Ein Teil dieser Häuser fällt im Frühjahr 2013 der Abrissbirne zum Opfer für das neue Sedelhof-Einkaufscentrum.

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ca. 1955

 

Bahnhofstraße - Bahnhofvorplatz 



Bahnhofplatz und Olgastraße mit regen Verkehr der Stadtbahnen, mit Obus und bereits die neue Generation der Straßenbahn. Der Neubau der Hauptpost ist bereits bezogen.

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Bahnhofstrasse mitte 1957

Ca. 1957

Ulm - Bahnhofstraße

 
 Bahnhofstraße noch mit Autoverkehr. Neben Capitol-Kino der Behelfsbau "Saalbau-Gaststätte", rechts davon Baracken mit Kiosk und Wurstbraterei.

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Bahnhofstrasse 1958

Ende 1950

Ulm - Bahnhofstraße
 
Blick in die Bahnhofstraße Richtung Hirschstraße. Links: Diverse Läden im Capitol-Kino-Bau. Zwischen Kinobau und Modehaus Walz die Reste des Saalbau. Hier noch Gaststätte mit Wurstbraterei, anschließend Möbelhaus Melcer.

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Bahnhofstrasse 1959
Mitte - Ende 1959:

Ulm - Bahnhofstraße
 
Blick in die Bahnhofstrasse: Feinkosthaus Mezger, (Heute Sparkasse), Bahnhof-Apotheke und Capitol-Kino (Heute Sport-Sohn und Schuhhaus Werdich).

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Bahnhofvorplatz ca. 1960

Ca. 1960


Bahnhofvorplatz


Bahnhofplatz mit neu erbautem Bahnhof und Bundesbahnhotel. Der Bahnhofvorplatz hat noch keinen Baldachin, das Schleehauf-Kaufhaus ist schon eröffnet (war vorher an der Ecke Neue Straße - Donaustraße), in der Bahnhofstraße rollt noch der Verkehr, die Straße vor dem Bahnhof ist bereits ausgebaut und die Wartehauser für die Straßenbahn stehen. Der Sedelhof wird als Parkplatz benützt. Rechts vom Bahnhof stehen noch die Behelfsbauten für das Bahn-Expressgut. Die Großbau mit McDonald und Co, die 2013 abgerissen werden, sind noch gar nicht gebaut, ebensowenig der Fußgängertunnel vom Bahnhofvorplatz in die Bahnhofstraße.

Kinder wie die Zeit vergeht, die Häuser sind grad mal 40 Jahre alt und fallen der Spitzhacke zum Opfer, um einem neuen Betonklotz Platz zu machen.

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Bahnhofstrasse 1960
Mitte 1960:
 
Ulm - Bahnhofstraße
 
 
Blick in die Bahnhofstraße. Standort: Hirschstraße. Im Hintergrund Baustelle  Horten. Vorne links: Langmühlenbau mit Schuhhaus Tack.(Heute Schuhhaus Deichmann )

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Kaufhaus Horten 1960

60 ger Jahre

Ulm - Bahnhofstraße

Das Kaufhaus Horten ist eröffnet.

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